Barf-beratung Nicole Züllig
icamani - der neben einem geht

Die Entwurmung

Ein gesunder Darm ist Grundvoraussetzung für die optimale Aufnahme und Verwertung aller lebenswichtigen Nährstoffe, die über das Futter aufgenommen werden.  „Der Tod sitzt im Darm“ (Paracelsus 16. Jahrhundert) wird in der heutigen Ernährungsweise  und zum Beispiel durch Medikamentenmissbrauch immer zutreffender.       

Einige wichtige Aufgaben des Darmsystems  

Aufspaltung der Nahrung in verwertbare Nahrungsbestandteile, wie in Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Produktion / Eigensynthese von Vitaminen 

•Die gesunde Darmflora ist ungeheuer wichtig für die Entwicklung eines intakten Immunsystems. Funktioniert die Abwehr im Darm nicht mehr richtig, kann die Funktion des Immunsystems nicht aufrecht erhalten werden. 

•Immunologische Abwehr gegen schädigende Bakterien, Viren und anderen krankmachenden Erreger und Stoffe.

•Resorption der Nährstoffe durch die gesunde Darmschleimhaut

•Entgiftung; Stoffwechselendprodukte werden abgebaut, Schadstoffe und Giftstoffe gebunden und aus dem Körper abtransportiert  

Durch die Einnahme von Antibiotika und Wurmkuren wird das Gleichgewicht im Darm massiv gestört und wirkt sich negativ auf alle Funktionen im Darm aus. Eine solche Störung führt zu den unterschiedlichsten Gesundheitsbeschwerden.   

 

Durch die Verabreichung von Wurmkuren werden nicht nur Keime oder Würmer zerstört, gegen die das Mittel eigentlich wirken sollte, sondern auch alle guten Bakterien im Darm. Weiter belastet und schädigt das Gift in konventionellen Wurmmittel auch die Niere und Leber stark.       

Immer wieder durchgeführte Wurmkuren bei Hunden und Katzen zerstören die natürliche Darmflora und dadurch einen Teil des Immunsystems.  Durch zu häufige Entwurmung bilden sich außerdem Resistenzen gegen die eingesetzten Mittel. In einer gesunden Darmflora haben Parasiten weniger bis keine Chancen und der Körper wird mit gefährlichen Erreger selber fertig. Ist die Darmflora geschädigt ist sie umso anfälliger  für erneuten Wurmbefall und andere Krankheiten. Das führt innert Kürze zu einem Teufelskreis.   

Gerade beim Welpen ist es wichtig, dass sich gute Bakterien im Darm ansiedeln können. Der Kontakt mit Wurmeiern im Welpenalter ist sehr wichtig, damit sich die Widerstandskraft  und damit ein gesundes Immunsystem aufbauen kann.    

Sollte die Einnahme von Antibiotika unumgänglich sein, ist es umso wichtiger die Darmflora  zu unterstützen und wieder aufzubauen.      

Sehr wohl sollte man einen Parasitenbefall nicht verharmlosen. Aber warum immer prophylaktisch eine Wurmkeule verabreichen, obwohl nicht einmal ein Wurmbefall festgestellt wurde. Um sicher zu gehen empfehle ich über 3 Tage Kot zu sammeln und diesen untersuchen zu lassen. Sollte ein Befall diagnostiziert werden, gibt es noch keinen Grund in Panik zu geraten. Ein gesundes Tier mit intaktem Darm wird oft selber damit fertig.    

Als Unterstützung oder bei bereits bestehen Beschwerden kann man mit natürlichen Substanzen sehr gut eingreifen. Einige Nahrungsmittel und Kräuter machen es den Würmern schwer sich im Darm wohl zu fühlen. Die Würmer werden auf natürliche Weise aus dem Darm ausgeschieden. Ich möchte noch kurz speziell auf die Giardien zu sprechen kommen.  Wie ich von vielen betroffenen Hundebesitzer und Tierärzten erfahren habe, hat der Befall von Giardien bei Hunden massiv zugenommen. Selbst nach schulmedizinischer Behandlung bekommt man den Befall nicht oder schlecht unter Kontrolle oder die Giardien kehren nach kurzer Zeit zurück. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, in dem die Hunde in einem ersten Schritt auf eine natürliche Ernährung umgestellt wurden. Unterstützt durch bestimmte Pflanzen, Kräuter und Öle und zusätzlicher homöopathischer  Behandlung, sind die Tiere nach einiger Zeit Giardienfrei und bleiben das auch.     

Bei Katzen ist die Behandlung von Wurmbefall sehr schwierig. Achten Sie daher auf eine artgerechte, gesunde Ernährung, damit die Würmer keine Chance haben sich im Darm einzunisten. Im Notfall auf eine chemische Entwurmung zurück greifen und gleichzeitig die Darmflora wieder aufbauen.   

Prophylaktische Unterstützung beim Hund:

•eine gesunde, natürliche Ernährung

•2 – 3 mal wöchentlich Kokosöl unter die Mahlzeit mischen

•Papayasamen gemahlen, rohe Karotten, Brunnenkresse sind sehr hilfreich

•vorbeugend 2 mal jährlich eine Kräutermixtur verabreichen

•Propolis-Tropfen 

Bei Wurmbefall:  

Behandlung nach Frau Dr. med. vet. Jutta Ziegler    

•einen Fastentag einlegen

•Sud aus Ingwer, Knoblauch und Petersilie kochen, 1 -3 Esslöffel eingeben

•eine halbe Stunde später 1 Teelöffel bis 2 Esslöffel Rizinusöl,  je nach Grösse des Hundes eingeben

•ältere Tier oder geschwächte Tiere erhalten Leinsamenöl

•Eine halbe Stunde später Brei aus Buchweizenmehl und Ulmenrinde oder Leinsamen geben     

Es ist natürlich einfacher eine Tablette zu verabreichen, aber da wir wissen wie schädlich die chemischen Wurmkuren sind und welche Auswirkungen diese auf die Gesundheit unserer Tiere haben, lohnt sich doch der Aufwand um Ihrem Tier Gutes zu tun.     

Versuchen Sie es doch einfach…     

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.